Colchester
Die Reederei DFDS Seaways bietet verschiedene Kurzreisen, zwei Übernachtungen an Bord, zwei Übernachtungen an Land, an.
Das interessierte uns. Hier ist mein Bericht:
Der Bustransfer vom Parkeston Quay in Harwich nach Colchester klappte perfekt.
Obwohl ich als Bahnfan auch schon ganz gerne die Bahn genommen hätte.
Die ganze Reise war von DFDS Seayways perfekt geplant. Die Schiffsfahrten waren trotz je 18,5 Stunden Dauer überhaupt nicht langweilig.
Dinner Buffet und Frühstück waren reichhaltig und köstlich. Die Auswahl war so groß, daß wir nicht in der Lage waren, alles zu kosten.
In Colchester hatten wir jetzt 2 volle Tage Zeit.
Nachdem wir in unserem Hotel "George of Colchester" angekommen und unsere Zimmer bezogen hatten, erfrischten wir uns erst einmal in dem wunderschönen kleinen Hotelgarten.
Die Zimmer waren sauber und waren mit Bad/WC ausgestattet. Das Hotel wird auch stark von Restaurantbesuchern und Gesellschaften frequentiert. Ein ruhiges Plätzchen wird man am Wochenende im Sommer vergeblich suchen.
Dennoch: sehr empfehlenswert!
Colchester ist Großbritanniens älteste urkundlich erwähnte Stadt. Die Römer errichteten aus der bereits vorher bestehenden Siedlung ihre erste Hauptstadt in Britannien.
Die Normannen bauten Colchester ab 1066 aus, wobei sie die römischen Ruinen als Steinbruch nutzten. Heute noch erhalten sind 2/3 der römischen Stadtmauer.
Colchester ist heute eine quirlige Stadt, reich geworden durch Tuchindustrie und Getreidehandel.
Allerdings gibt es auch in Colchester Gebäude mit vernagelten Fenstern. Die Zeiten des Empire sind auch schon lange vorbei.
Dennoch, Colchester bemüht sich sehr um Ordnung und Sauberkeit in den öffentlichen Parks und im Stadtzentrum. Die historisch interessanten Gebäude sind in einem guten Zustand. Geschichte wird in Großbritannien eben viel ernster genommen als bei uns.
Das inoffizielle Wahrzeichen ist der viktorianische Wasserturm, genannt "Jumbo".
Der Wasserturm ist so riesig, daß die Einwohner Colchesters ihn nach einem Elefanten des Londoner Zoos benannt haben.
Das "Siege house" erinnert an die Belagerung von 1648 während des englischen Bürgerkrieges.
An diesem Haus sind noch die Einschusslöcher von damals zu sehen.
Siege House
An diesem Haus sind auch heute noch Einschusslöcher von der Belagerung von 1648 zu sehen.
Das "East Anglian Railway Museum" in Chappel ist für Eisenbahnfreunde sehr interessant.
Ein ganzer Bahnhof ist "in der Hand" der Eisenbahnfreunde.
Zurück geht es dann stilecht mit der Bahn. Umsteigen in "Marks Tey".
Die "Beth Chatto Gardens" sind dann das Kontrastprogramm zur Technik.
Zwischen Harwich und Colchester bei Elmstead Market gelegen wurden sie von 1960 an angelegt.
Einfach gut für ein paar entspannte Stunden oder mit einem Picknickkorb für den ganzen Tag.
So machen es die Engländer!
Zurück auf der Nordsee sind viele interessante Schiffe zu sehen, wie hier z.B. das Lotsenversetzboot in der Deutschen Bucht.
Und wieder: Super Essen, Unterhaltungsprogramm, Shoppen, Seeluft schnuppern.
Was bleibt zu sagen?
Colchester ist eine interessante, bunte Stadt mit guter Verkehrsanbindung (Autobahn, Eisenbahn) nach London, Ipswich und Harwich.
Nette, freundliche Leute. Neue Eindrücke én masse.
Und das ist es doch, was wir von einem Kurzurlaub erwarten, oder?
Ach ja: Der "Cream Tea" im George wird mir für immer unvergesslich bleiben!
P.S. Sehr schöne Fotos und Informationen (in englisch) gibt es unter http://www.beenthere-donethat.org.uk









































